Samstag, 17. Juni 2017

Wieso hilft eine Therapie mal und wieso dann wieder nicht?


Fortsetzung meines Artikels zu dieser Thematik


Nachdem sie nun erfahren haben, wie wichtig die zwischenmenschliche Beziehung bei einer Behandlung ist, möchte ich ihnen nun aufzeigen, welche weiteren Faktoren den Erfolg einer Therapie bestimmen.

Nachdem ich in meinem Praktikum alle Bereiche der praktischen Arbeit- Kurhaus, Klinik, Privatpraxis- erfahren hatte begann ich in Bad Liebenzell in einer Privatpraxis mit meiner
ersten Festanstellung als ausgebildeter und zertifizierter staatl. gepr. Masseur. Mein Chef war genauso alt wie ich und wir verstanden uns gut. Schon kurz nach Antritt in meiner neuen Arbeitsstelle lud mich mein Chef zu einer Fortbildung ein. Sie hiess "Periostmassage". Ich war gespannt!

Wir behandelten uns in dem Kurs gegenseitig indem wir an Knochen- und Sehnenkanten entlang glitten um reflexartige Ergebnisse zu erzielen. Reflexe sind Reaktionsabläufe, die ohne Hinzutun des Gehirns ablaufen. Der Körper erfährt einen Reiz und im Rückenmark wird er sofort verschaltet und zurück gesendet. Und das durchaus in Gebiete, die nicht in der Nähe der Behandlungsstelle liegen. Die sogenannten Reflexbögen gibt es bei vielen Therapien, u.a. auch der Bindegewebsmassage und vielen Triggerpunktbehandlungen.

Ich war fasziniert von der Wirkweise dieser Technik, aber auch irritiert von der Schmerzhaftigkeit dieser Behandlung. Jahre später lernte ich eine ähnliche Methode, die sich nach dem Erfinder (Dr.) Marnitz-therapie nannte. Irgendwie wollte ich mit der Zeit nicht mehr akzeptieren, dass schmerzhafte Therapien Schmerzen beheben sollten! So kam 1984 die Manuelle Lymphdrainage hinzu, die sehr sanft und völlig schmerzfrei ausgeführt wird. Diese Behandlungsmethode war auch zum ersten mal von einem völlig neuen Ansatz geprägt! Es ging nicht um Schmerzen sondern um Stauungsbilder im Gewebe. Zum ersten Mal befasste ich mich sehr intensiv mit der Behandlung von Körperflüssig-keiten. Es ging um rhythmische kreisende Bewegungen und sehr intensiven menschlichen Kontakt. Die betroffenen Personen litten unter den Symptomen psychisch oft schwerer als Schmerzpatienten unter ihren Beschwerden. Aber dazu später mehr.

Bleiben wir bei den Fortbildungen. Weiter ging es 1984 mit der Schlingentisch-therapie, Fußreflex-therapie und dem Beginn der Ausbildung zur Akupunkt-Massage nach Penzel. Diese erstreckte sich über 4 Wochenkurse bis hin zur Prüfung. Einige weitere Methoden will ich vorerst einfach unerwähnt lassen, weil es den Rahmen einfach sprengt. Denn was will ich hauptsächlich nun offen legen?

Das Erlernen immer neuer Behandlungsmethoden war nicht nur ein Bedürfnis von mir, sondern viel mehr auch eines der Patienten! Ohne das sie es bewusst wahr genommen hatten, haben die Menschen auf einige Methoden nicht mehr reagiert. Man brauchte ständig neue Impulse, um die Neugier aller Beteiligten aufrecht zu erhalten sowie Langeweile in der Therapie nicht aufkommen zu lassen. Und es gibt ein kollektives Bewusstsein! ( siehe Religion, 1989:"WIR sind ein Volk" usw.)

Wenn du immer nur dasselbe machst wirst du auch immer dieselben Ergebnisse erhalten!


Irgendwann will der Schmerzpatient seine Schmerzen aber mal dauerhaft loswerden und nicht immer wieder zur Behandlungen rennen! Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es schon immer Behandlungs-Serien gab! Wieso soll eine Massage nach 10 Wiederholungen besser sein als beim ersten Mal? Und wieso 6 Mal oder 10 Mal oder wie damals noch 2 x 6 oder 2 x 10 Massagen?

Merken sie was? Hier wird mit "psychischen Tricks" gearbeitet, die nichts mit körperlichen Beschwerden zu tun haben, sondern mit der emotionalen Auffassungsgabe der Patienten!:
"Wenn ich nur oft genug hingehe, dann wird es schon werden".
"Wenn ich wieder diesen tollen Masseur bekomme, dann geht "es" auch weg!"

Es geht also mehr um die Beziehung zum Therapeuten, als um die Hintergründe der Beschwerden!
Über die eigene Initiative zur Verbesserung der Situation wird häufig gar nicht gedacht! Und jetzt kommt das "Verrückteste" überhaupt: Viele Beschwerden wären genauso gut verschwunden, wenn sich nicht zur Therapie gegangen wären!

Wie ist das möglich? 


Sicher haben sie schon mal was vom Placebo-effekt gehört. Nun wird dieser in der Regel so dargestellt, als ob ein "Wunder geschieht" und zack- alles ist gut. Nee nee, so ist das eben nicht! Von Ärzten wird das Placebo häufig als zufälliges Ergebnis eingestuft ohne es näher zu erklären. Das liegt daran, dass die meisten Menschen nicht wissen, das ein Placebo ganz einfach übersetzt die "Selbstheilungskräfte" sind. Wenn sie genau wissen wollen, was es damit auf sich hat, dann sollten sie das Buch "DU bist das Placebo" von Dr. Joe Dispenza lesen.

Beim Placebo brauchen wir nur zu wissen: ICH entscheide, wann, wo und wie ich gesund werde. Die Entscheidung liegt bei MIR! Schon die Tatsache, dass ich eine "Entscheidung treffe", wird mein Leben nachhaltig verändern!
Es gibt die Möglichkeit seine Krankheit auszuleben, weil man etwas damit bezwecken will- z.B. Aufmerksamkeit erregen, weil man sich unverstanden oder übergangen fühlt. Oder ich entscheide mich gesund zu werden und mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen! Und ZACK! Schon setzt der Placebo-effekt ein!

Was ich damit sagen will ist, dass es bei der Heilung von Beschwerden mehr die Beziehung zu einer Person ist, die mich berührt ( therapiert) und die Erkenntnis, dass ich das Problem selbst erschaffen habe! Und merken Sie sich bitte diese ganz wichtigen Grundsätze:

Ich stehe immer in einer Beziehung zu irgendjemanden oder zu einem Gegenstand!

Die wichtigste Person in meinem Leben ist immer diejenige, die mir gegenübersteht!

(Kurze Erläuterungen dazu am heutigen Ende)

Nun gibt es - Dr. Randoll sei dank!- eine Therapiemöglichkeit, wo ich das ganze "komplizierte Procedere" von den oberen Absätzen mal eine Weile vergessen darf;-). Und das ist die Matrix-Rhythmus-Therapie- mehr dazu hier, auch in Erklärvideos:

https://www.matrix-health-partner.com/michael-huss-binting/



Hier kann der Patient darauf vertrauen, dass im Bereich der "Urschwingungen" des Körpers Harmonie erzeugt wird und dadurch können Selbstheilungskräfte selbst dann geweckt werden, wenn der totale Glaube an Hilfe fehlt! Nach den ersten kleinen Erfolgserlebnissen - zB. bessere Bewegung eines Armes- setzt dann zusätzlich auch der Placebo-effekt ein. Der "Glaube an die Heilung" wird geweckt und nun hilft sich der Patient auch selber, in dem er seine Gedanken ändert und seine Beziehung zum Therapeuten verbessert.

Freuen sie sich auf die Fortsetzung meiner Therapeutengeschichte. Sie werden erstaunt sein, welche Erlebnisse mein Leben und das meiner Patienten beeinflusst haben....

Michael Huß-Binting



Kurzerläuterung zur "Beziehung":

Über unsere Sinnesorgane stehen wir ständig in Beziehung zu allem was uns umgibt. Unsere Augen vermessen Abstände, erkennen Farben und Umrisse, unsere Ohren nehmen alle Geräusche wahr. Über die Haut spüren wir Temperatur, Berührungen und vieles mehr usw.

Kurzerläuterung zu "wichtige Person":

Natürlich bin ich erst mal selbst die wichtigste Person in meinem Leben. Dennoch lebe ich ja nicht allein auf dieser Welt. Also ist die Kommunikation mit der Person, die mir gegenübersteht immer das Wichtigste. Schenke ich ihr nicht meine Aufmerksamkeit, werde ich selbst auch keine bekommen!












Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen